Montag, 19. Dezember 2011

Kulturwochenende in Belgrad

Genau ein viertel Jahr bin ich jetzt in Serbien... (das lassen wir erstmal wirken)








Aber für dieses Jahr bin ich fertig hier. Das vergangene Wochenende war das letzte für mich 2011 in Serbien und wie es nun mal so ist, war ich in Belgrad. Die Mitbewohner der Mitfreiwilligen hatten irgendwie Karten für das Balkan Brass Battle in Belgrad (s. Video) organisiert und wir haben davon profitiert.
Veranstaltungsort war das Sava Center in Neu- Belgrad, ein kommunistisch anmutendes Konferenz-/ Konzertgebäude von extrem weitläufigen Ausmaßen.
Die Häuser in der oberen Bildhälfte gehören zu Neu- Belgrad.

Ich fühlte mich wie in einem umfunktionierten und spielautomatfreien Hotel in Las Vegas. Das Konzert war sehr zu unserer Überraschung zum sitzen. Unsere Plätze waren zu Beginn auch in der vorletzten Reihe im ersten Rang mit der Beinfreiheit von genau einer meiner Oberschenkelknochenlängen. Es blieben allerdings so viele Plätze frei, dass wir uns kurz bevor es losging rotzfrech genau in die Mitte der ersten Reihe des ersten Ranges setzten (mein Lieblingsplatz).
Ich hab es ja sonst nicht so mit Blechbläsern, aber das war toll! Endlich mal richtige Balkanmusik, so wie ich sie mir vorgestellt habe. Eine rumänische Band (im Video die Herren in rot auf der linken Seite) gegen ein Vater-Sohn-Orchester aus Serbien (weiß auf der rechten Seite), wer am Ende per Klatschometer zu Sieger gefkürt wurde, brauch ich ja nicht zu erwähnen.
Es hielt die Leute auch überhaupt nicht in ihren flauschigen Sitzen und viele standen während des Konzertes auf unf fingen an zu tanzen. Ich habe insgesamt fast 20 Minuten mitgefilmt und versucht die nettesten Passagen zusammenzuschneiden. Wobei ich bemerken muss, dass die Montage ein Graus ist, weil auf dem Arbeitsrechner getätigt. Ich entschuldige mich vielmals!

Samstag war dann ausschlafen dran und tierisch dekadent frühstücken. 
Frühstück gegen 14.30 Uhr

Vollgefressen bis zum Anschlag folgte auch keine weitere Mahlzeit an diesem Tag, abends ging es wieder nach Neu- Belgrad in einem der überdimensionalen Shoppingcenter ins Kino. Denn Parada, die serbische Komödie um die Gay Pride in Belgard 2009 lief ENDLICH mit englischen Untertiteln. Ich kann den Film auch wirklich nur empfehlen. Wir waren uns zwar nicht so klar, warum die Serben den alle schauen, aber in unseren Augen war es nicht nur ein Film über Homosexuelle sondern auch über die serbische Mentalität... Riesengroßer Spaß auf jeden Fall, auch wenn die Frauen in dem Film (bis auf eine) etwas kurz gekommen sind und das Ganze natürlich extrem überzeichnet ist (übrigens bei all' dem Rumgeknutsche sonst in den Medien KEIN homosexueller Kuss...).
Sonntag verlief ähnlich wie Samstag, nur traf ich mich auf einen letzten Kaffee mit meiner (Ex) Chefin. Danach hab ich mir noch einen Moment genommen, das mit einem Mal weihnachtlich hergerichtete Belgrad zu genießen und dann war es auch schon vorbei.
Das weihnachtliche Belgrad...
Heute habe ich noch schnell alle Rechnungen bezahlt, am Abend steht die Slava an. Und dann ist es auch nicht mehr lang!

Und noch was in der Kategorie: ENTDECKT! (aus dem Kamerdisplay sah es scharf aus...)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

"EU fuck you?"

Mir wurde ja berichtet, dass in Zagreb Wahlplakate mit diesem Slogan in den Straßenbahnen zu sehen sind...
Wenn man heute in die Zeitungen schaut, ist Serbien leicht zu finden. Balkan Insight berichtet von der Abhängigkeit der EU-Anwärterschaft für Serbien von der Anerkennung des Kosovo als eigenständigen Staat, in der Zeit wird von einem Infragestellen der EU-Kandidatur Serbiens geschrieben, in der SZ und der FAZ habe ich bisher noch nichts endeckt.
In den Kommentaren unter dem Zeit-Artikel wird darüber diskutiert, ob Tadic eine Drohung ausgesprochen hat. Oder will Serbien vielleicht sogar das 'kriminelle Kosovo' in die EU einschleusen? Ist der Kosovo dermaßen in illegale Machenschaften verstrickt, dass er unter einem Rechtsstaatssystem gar nicht mehr existieren könnte und deswegen die Unabhängigkeit will?
Ist ganz spannend zu lesen!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Und wer ist jetzt eigentlich diese Sofia?

Eigentlich wollte ich ja noch dieses Jahr nach Sarajevo. Während des Zwischenseminars berichteten die Freiwilligen aus Bulgarien aber, dass ihnen die serbische Hauptstadt im Vergleich zu der Bulgarischen wie der absolute Westen vorkäme- da ward ich neugierig.
Gesagt, getan- Freitagabend per Schlafplatz im Balkanexpress ging es von abends um neun bis morgens um acht in Richtung Sofia. Blöd nur, dass das Bahnpersonal in Bulgarien seit nunmehr über 15 Tagen täglich von 8 bis 16 Uhr streikt... und uns das keiner vorher gesagt hat. Wir landeten also irgendwo in der nordbulgarischen Pampa.
Die bulgarische Pampa...

Der Schaffner zeigte uns noch die Bushaltestelle wo auch gerade vor unseren kalten Nasen (es lag Schnee) der letzte Bus für unbestimmte Zeit fuhr. Wir gingen erstmal Geld holen. Paranoid wie wir sind, fühlten wir uns auch direkt von dem, wie es aussah, älteren Ehepaar verfolgt, die uns hinterher kamen. Doch "dumm hat Schwein" oder wie auch immer man es nennen möchte, wollten sie wissen, ob wir mit ihnen in einem Taxi nach Sofia fahren würden. 
"Kommt auf den Preis an." war unsere eloquente Antwort.
"Oh nein, das bezahle ich schon, also mein Chef."
"Na dann..."
Aber erst wollten die Herrschaften noch einen Kaffee trinken. In dem Miniladen unweit des Bahnhofs wurde dann auch gleich für uns mit Espresso bestellt, meine von da an sehr aufgedrehte Mitfreiwillige musste meinen mittrinken. Der Verkäufer erklärte unsere Suche nach einem Taxi auch gleich zu Chefsache und fing an diverse Telefonate zu führen und musste dann auch noch mit der Begleiterin unseres Taxifinanciés diskutieren (er bulgarisch, sie russisch: äußerst amüsant wie sie sich semiverstanden) weil er kein Geld für den Kaffee haben wollte.
Einmal ins Taxi gequetscht erfuhren wir, dass unser Gönner ein niederländischer Justitzpastor ist. Das bedeutet er besucht von berufswegen niederländische Gefangene in Osteuropa. Und das schon seit neun Jahren. Seine Begleiterin kam aus der Ukraine und die beiden reisen wohl schon seit Ewigkeiten zusammen. Da der nette Herr so zu sagen Staatsangestellter war, prägte er beim Abschied dann auch noch das Zitat dieser unserer Sofia- Reise: 
"Diese Fahrt hat die Beatrix bezahlt" (In meinem Kopf tauchte ungefragtermaßen ein winkender Hape Kerkeling auf...)

In Sofia angekommen, schrien uns einige Bauten regelrecht mit ihrer kommunitischen Herkunft an: groß, eckig, grau und inzwischen ein wenig angegammelt. Die Stadt selbst, bzw. ihr Zentrum ist wirklich sehr nett. Im Gegenteil zu Belgrad gibt es viele kleine eher alternative Läden, die Küche ist nicht ganz so fleischlastig und die Preise noch etwas niedriger.
Wir nächtigten im "Art Hostel" Sofia. Absolutes Südneuvorstadt- Gefühl (empfehlenswert!)! 
Unser Zimmer...

Das Gemeinschaftszimmer auf unserer Etage

 Ein Mini-Club im Keller (eine gefühle Mischung als dem Ilses Erika und der Galerie Fango), wo wir auch einen typisch bulgarischen Willkommensschnaps erhalten sollten (Anis und Pfefferminz...). 
Einer der Kellerräume mit an der Decke hängendem Tisch. Hier gab es auch Frühstück (nachdem wir den schlafenden Angestellten um 10.00 Uhr morgens geweckt haben)


Eines der Kellerfenster im Arthostel: sowas möchte ich auch haben, wenn ich groß bin!

Danach bekamen wir einen phänomenalen Einblick in die Stadt von einer der dort wohnhaften Freiwilligen. Kirchen, Märkte, die Moschee, der deutsche Weihnachtsmarkt und Unmengen Weinhnachtsdekoration.
Der Vitosha- Boulevard, die zentrale Straße

Oben rechts in der Ecke: der Vitosha.
Der deutsche Weihnachtsmarkt...


Wir taten uns auch mehrfach an der bulgarischen Küche gütlich, für besonders Neugierige hier die Auflistung der Speisen: mit Speck umwickelte, gegrillte Hüherschaschlicks; Spinatauflauf mit Reis und darüber gegebenem Ei; mit Reis und gefüllten Weinblättern gefülltes Hühnerfilet an blauem Käse; kalte Gurken- Joghurt-Suppe; gegrilltes Gemüse; im Ofen gebackener Kürbis mit Honig übergossen und mit geraspelten Walnüssen überstreut; und Glühwein mit Rakija (damit es auch nach dem ersten Becher schon dreht...).
Nach diesem großartigen Wochenende in Sofia ging es wiederum mit dem Nachtzug zurück. Zu aller erst einmal verbrachten wir gut 1,5 Stunden an der serbsichen Grenze, wo allein unser Abteil komplett auseinandergenommen wurde von den Herren des Zolls. Sogar die Deckenlampe haben sie abgeschraubt und krochen dann in das so entstandene Loch. Nach dem, was wir verstanden, hat wohl jemand versucht Käse zu schmuggeln. Ob das aber wirklich Sinn macht, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall wurden vor, während und nach der Anwesendheit der Zöllner eine ganze Menge Behälter hin und her geschleppt. In dem ohnehin extrem widerlichen Klo (Flüssigkeitslache auf dem Boden) schwang dann auch irgendeine Abdeckung unheilvoll an der Decke hin und her und drohte jeden Eintretenden außer Gefecht zu setzen.
Über den Rest der Fahrt kann ich nur sagen, dass ich bis einschließlich 2.00 Uhr morgens gezittert habe, ab 2.30 Uhr hatte ich ob der aufsteigenden Hitze Atemnot. Gegen 6.00 Uhr, nur ca. 2 stunden zu spät, kamen wir dann  in Belgrad an.

Montagabend war dann noch die offizielle Verabschiedung des Guten Geistes aller Paschmenschen in Serbien, Kosovo und Montenegro. Ich trat nach deren Wunsch zusammen mit der Abordnung aus Valjevo auf und fuhr dann auch mit ihnen, nach ca. 2,5 Stunden Programm und einer Menge Umarmungen zurück. Ein Bus: vier Lehrerinnen, fünf Schülerinnen, der Direktor und ich. Es war eine wirklich amüsante Busfahrt, sehr heiter und locker, ganz abseits des sonst so hektischen und nüchternen Schulalltags.
Doch da das letzte "Zdravo" noch nicht gesprochen ist, gehts nächstes Wochenende zum letzten Mal für dieses Jahr auf einen letzten Kaffee mit allen lieb gewonnenen Menschen nach Belgrad. Montag dann noch eine Slava und dann bin ich auch bald wäg!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Öffentliche Ausmerksamkeit

Man merkt, dass ich wieder in Valjevo bin: die Posts häufen sich...
Ich saß gerade nichtsahnend und ein wenig angematscht in meinem Büro, als es klopft und eine junge blonde Frau in lila Mantel gefolgt von einer Schülerin eintritt. An sich noch nichts besonderes. Die junge Frau spricht leider kein Englisch und so hat meine (arme) 15jährige Schülerin direkt ihren ersten Job als Übersetzerin (und punktet auch gleich durch deutsche Einwürfe).
Nach dem Interview für die 'Blic' (soll wohl so etwas wie die Bild sein) werde ich in den darauf folgenden 20 Minuten für die 'Bravda' (~Gerechtigeit) interviewt (aus dieser Überraschung heraus entsteht auch der Eintrag). Auf meinem Schreibtsich liegt das Interview, was ich der Schülerzeitung vor einigen Wochen gab in doppelter Ausführung, auf Deutsch und Serbisch. Ich werde mir wohl eine Galerie anlegen müssen...
Sonst ist alles gut, nach dem Montagstief hat sich hier alles wieder eingepegelt. Vorgestern gab es beste Kommunikationen und morgen gehts dann ja auch schon wieder in komplett neue Gefilde.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Huch!

Heut ist ja schon Nikolaus...
Ich sehe mich nur leider daran gehindert allerlei Blödsinn in die Schuhe meiner ganzen Lieblingsmenschen zu stopfen, deswegen sollten eben diejenigen sich jetzt besser mal vier kleine Minütchen Zeit nehmen, in der Helden- und Läuseecke das kleine Abspielsymbol betätigen und einfach mal zuhören!
Ich konnte mich des Kitschs nicht ganz erwehren aber schön ist das Lied allemal!
...

Montag, 5. Dezember 2011

Kulturschock!?

Vorgestern war ich noch in Belgrad... und der Umschwung kündigte sich da schon an. Nicht nur, dass das Wetter binnen Stunden von Minusgraden auf mehr als 10°C gewechselt hat, auch sind so ziemlich alle Freiwilligen wieder zurück in ihrem Arbeitsalltag. Geblieben ist der Draht zueinander, vorerst.
Vorgestern war ich noch absolut glücklich in Serbien zu sein, spielte mit Gedanken über Verlängerungen und all das ganze Zeugs. Jetzt sitze ich seit fast neun Stunden in meinem Büro in Valjevo. Ich habe kaum jemanden gesehen, zum zweiten Treffen der Projektgruppen (die mit dem Film) ist für die erste Gruppe niemand erschienen, für die zweite Gruppe waren es ganze zwei. Auf meine Nachrichten und Aufgaben hat natürlich keiner reagiert, warum auch? Dann wurde mir noch ein 'Journalist' vor die Nase gesetzt und ich sollte ein Interview geben. Die Kinder wurden befragt (braucht man dazu nicht die Einwilligung der Eltern?). Der Internetstick droht auch schon wieder wegen Schulden abgeschaltet zu werden , das elterliche Internet ist genauso eine Doofsau und krank bin ich auch immernoch.
Fühlt es sich immer so an, wenn man aus dem Urlaub wieder zurück auf Arbeit kommt? Oder war das mal wieder ein Sprung zwischen den Welten? Jetzt im Moment will ich eigentlich lieber woanders sein: In Rostock, woher mich heute ein Brief erreichte und mir den Tag versüsste, in San Francisco, in Ingolstadt, in Leipzig (Nachtrag: von wo aus ich natürlich auch nach Chemnitz und Dresden fahren würde!) , in Erfurt, in Regensburg, in Wellington, Shanghai oder sonst wo...
Ich gehe mal lieber meinen Unterricht vorbereiten...

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Halbzeit...

Nach ca. neun Wochen in seinem neuen Reservat muss der kulturweit- Freiwillige sein Nest verlassen und sich mit Artgenossen im näheren Umkreis treffen um sich auszutauschen. Sein Wille und seine Motivation sind hier im Vergleich zum Vorbereitungsseminar wesentlich gestiegen!
Uns verschlug es nach Sombor, eine Stadt ganz oben im Norden Serbiens und es kamen alle Freiwilligen vom Balkan und aus Rumänien und so. 22 Freiwillige mit Erfahrungen aus zweieinhalb Monaten Auslandsaufenthalt, waren eine echt spannende Mischung. Um nicht all zu lang zu werden, fasse ich die Highlights zusammen:
Die beiden Trainer waren, um das gleich mal klarzustellen- sehr, sehr cool. Da kann man ja einfach nicht anders als vom 100sten ins 1000ste zu kommen und dabei auch noch einige Impulse mitzunehmen. Planungsmäßig kamen wir am Freitagnachmittag an, Spielchen, Dampf ablassen- keiner versteht einen so gut, wie die, die gerade (fast) das Gleiche erleben, oder eben auch nicht... Das Hotel war übrigens der absolute Hammer! Ein bisschen wie eine Mischung aus dem Café Louvre in Prag und dem Staatstheater Cottbus, finde ich...

Der erste Abend fiel gemütlich aus, da eine große Gruppe der Teilnehmer gerade von einem Wochentripp aus Istanbul kamen und die Anreise von dort kann schon mal länger als einen Tag dauern.. Trotzdem wurde mit Wein und Gin-Tonic philosophiert, geprollt und angegeben- ganz großes Kino also ;)
Tag Zwei endete in einer gaaaaaaanz tollen Bar und  dann in einer landestypischen Disko. Die Musik war jetzt gar nicht so mein Geschmack, zwischenzeitlich wurde auch ein von den Sicherheitsleuten geschulterter junger Mann mit Schramme am kahlen Kopf an uns vorbeigetragen. Erst als ich mich nach einer weiteren vorbeiströmenden Gruppe zu meinen Begleitern umsah, stellte ich fest, dass sie wohl irgendwie eine Menge (fremden) Blutes abbekommen haben mussten. Ein linker Arm und ein Rücken in überraschendem rot. Nagut. Als die Polizei kam sind wir dann auch zurück, auch wenn die beiden noch mit zwei anderen weiterfeiern wollten...
Sonntagabend sollte dann eigentlich ein Kurzworkshop über Fotografie stattfinden. Der Vorschlag mittels der Örtlichkeit einige Portraitaufnahmen zu machen löste dann aber irgendwie eine regelrechte Welle aus. Überall wurde geschminkt, Kleidung rausgesucht und mittels drei Schreibtischlampen irgendwie versucht günstige Beleuchtung zu arrangieren. Der Fotograf war der Trainer, der eben nebenher schon etwas als Lichtmaler arbeitet. Es war sauspannend und lustig. Ich saß auch kurz vor der Linse, mal sehen was dabei rauskommt...
Sonntag dann wieder die Bar vorher, nur macht hier unter der Woche alles gegen Mitternacht und am Wochenende gegen 2 zu. Unwillig heimzugehen ging es noch in eine inoffizielle Bar. Die Musik war auch gleich eine andere (Rammstein und so...) und die Diskussionen entstiegen in sphärische Gegenden...
Apropos, der Nebel hier bleibt dicht und omnipräsent

Montag flogen wir nach Novi Sad aus, aber das war ja schon bekannt. 
Neuentdeckung in Novi Sad: Das Wurst Haus mit leicht bekanntem Zeichen

Dienstag war der ganze Zauber dann leider schon wieder vorbei, ABER: über die Hälfte nutzte die Gelegenheit sich noch Belgrad anzuschauen. Von Dienstag zu Mittwoch wurde in einen 19. Geburtstag reingefeiert. Lass uns sagen, dass es lustig war... und um die Dekadenz, deren Grundstein mit dem Hotel in Sombor gesetzt wurde, fortzuführen, gab es gestern erst einen Besuch im Tesla- Museum und dann Kaffee im ältesten Hotel Belgrads: dem Hotel Moskau (übrigens überhaupt nicht so teuer!) und am Abend wurde der Geburtstag im Little Bay ausgeklungen.

Eintrag im Gästebuch des Tesla- Museums


Hotel Moskau

Das Little Bay
Ich wollte ja eigentlich bis Sonntag in Belgrad bleiben, finde mich nun aber in meiner Stammübernachtung mit einer ordentlichen Erkältung. Schön ist, dass ich hier so willkommen bin, dass ich auch locker hier den ganzen Tag in der Wohnung allein sein dürfte/ könnte usw... Ganz so schlimm ist es ja dann auch nicht und frische Luft bei netten -5°C soll ja auch gut tun...
Ganz nebenbei ist es Dezember geworden, der kulturweit Weihnachtskalender wurde veröffentlicht, von Freiwilligen für Freiwillige so zu sagen. Unschöne Nachrichten erreichen uns auch so langsam: Die Freiwilligen aus Ägypten konnten nach ihrem Zwischenseminar in Istanbul nicht zurück und hängen nun ein bisschen in der Luft, nur mit dem nötigsten bepackt und einige haben in den Einsatzländern oder -stellen echt große Probleme. Dann ist auch noch die halbe Familie daheim in Deutschland krank und/ oder kämpft sich von Tag zu Tag. An Euch meine Herzen: haltet durch und fühlt Euch ganz fest gedrückt, das Leben ist schön, auch wenn es sich manchmal ganz schön dumm anstellen kann!
Und in 19 Tagen werfe ich mich schon ins Flugzeug. Bis dahin gehts aber nochmal nach Sofia, Bulgarien, zu einer Slava und zu einem Abschiedsfest. Ein bisschen was zu schreiben finde ich also noch...

Mittwoch, 23. November 2011

Aufgespiesst

Ich blogge nun auch kommerziell für den Spiesser. Ich möchte sagen, dass besonders dieser erste Artikel ein Auftragswerk ist, was ich selber nicht von allein geschrieben hätte.. mal ganz zu schweigen von dem Anfang "es war einmal...." also bitte! Meine Titel wurden auch nicht gemocht: Von 'Prolog' zu 'Einmal Serbien auf dem Silbertablett, bitte!'. Geworden ist es: 'Serbien mal kurz umrissen' NICHT mein Mist.
Naja, es ist eben eine Jugendzeitschrift und zumindest passt meine Schreiberei ins Repertoire! Viel Spaß damit!

Dienstag, 22. November 2011

BelGREAT! und Novi Sad

Man verzeihe mir das nicht sonderlich schöngeistige Wortspiel, aber hinter mir liegt ein wirklich schönes Wochenende! Es ist kühl geworden und die Temperaturen schaffen es kaum noch über den Gefrierpunkt. Erste Eiszapfen unter den tropfenden Außenteilen der Klimaanlagen habe ich auch schon entdeckt.
Freitag ging es nach Belgrad und der Abend war ganz gemütlich: Essen in einer kleinen, verrauchten serbischen Kneipe und gemeinsames Biertrinken bei der Mitfreiwilligen um die Ecke. Am nächsten Tag ging genauso alles ruhig los und unser Weg führte uns nach Novi Beograd (Neu Belgrad). Im Internet war von einem Flohmarkt die Rede, gefunden haben wir einen ziemlich großen aber ganz normalen Markt. Auf dem Weg dahin gab es schon allerlei Krimskrams auf ausgebreiteten Tüchern zu kaufen, der Markt selbst war ein befestigter Martplatz mit inenander verschachtelten Buden. Von Lebensmitteln, über Möbel und leider sogar bis hin zu ganz kleinen, zitternden Damlamtinerwelpen (das war eine RIESEN Überwindung daran vorbeizugehen!) gab es alles. 
Und jetzt entschlossen wir uns zu einem Paradox: Da wir nichts brauchten und nichts kaufen wollten, verließen wir den Markt und entschieden uns in das nahe Shoppingcenter zu gehen... Das scheint auch wahrhaftig gern getan zu werden, denn da war einiges los. Eine richtig tolle heiße Schokolade später (irgendwie ne Mischung aus dem Puddingzeugs und geschmolzener Schokolade) suchten wir nach Mützen und dann wollten wir ins Kino. Auf dem Weg dahin fiel die Temperatur merklich und mit einem Mal musste sich auch der dichte Nebel der letzten Tage irgendwo ankuscheln:
Neu Belgrad im Nebel

und auf einmal war alles weiß

und eisig.

In der Luft sollte The Help sein, ein gaaaaaaanz toller Film über die Lebensweise schwarzer Haushälterinnen in den USA der 1960er Jahre- perfekt geeignet um das Filmjournal wieder zu beleben! Allerdings mussten wir feststellen, dass es hier zwei Arten gibt ins Kino zu gehen: normal (ca. 4€) und als VIP (ca. 9€). Letzteres, so stellen wir nach ein wenig unüberlegtem Schnellentschluss fest, findet in einem eigenen Kinosaal statt, mit mehr Platz, mehr Armlehne, zwei kostenlosen Getränken (das zweite kann alles, sein- was man auf der Karte findet) und einer Riesenportion Popcorn pro Nase. Schade nur, dass das Popcorn hier immer salzig ist...
Der Film war toll, danach bummelten wir zurück in die WG, palaverten noch ein wenig mit den Mitbwohnerinnen, führten uns gegenseitig die Lieblingsmusiken vor (ich gab: Tim Fischer, Nick Cave und Katzenjammer und hörte k.d. lang,einige serbische Liedlein und noch viel mehr woran ich mich leider nicht mehr erinnern kann).
Am nächsten Tag stand Novi Sad auf dem Plan. Die Busfahrt durch die autonome Provinz Vojvodina war eher langweilig, da ist alles ganz schön flach... In der zweitgrößten Stadt Serbiens angekommen sind wir einmmal quer durchgelaufen. Von der Alttadt:
Wieder alles sehr hübsch, 'österreichisch' sagt man hier auch

Ich kann mir richtig vorstellen, dass sich die vielen Studenten hier wohl fühlen!

bis zur wirklich großen Festungsanlage in der auch jedes Jahr das EXIT-Festival stattfindet und so wie es dort aussieht lohnt sich der Festivalbesuch bestimmt!
Die Festung, riesengroß u.a. wohl auch an die 60km Tunnel usw.

Die Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert und lecker gegessen haben wir auch-nur irgendwie bleibt mir noch eines der serbischen Spezialitäten verwehrt: Sarma (serbische Krautroulade), ich gebe aber nicht auf!
Zurück in Belgrad trennten sich unsere Wege und ich hatte irgendwie einen Lauf-Lauf. Ich bin insgesamt fast zwei Stunden durch das abendlich klirrende Belgrad gestiefelt, habe mir den Sava-Tempel im Dunkelmunkel angeschaut und es irgenwie einfach genossen mich sehr lebendig zu fühlen.
Das Parlamentsgebäude von Belgrad

...und der Sava- Tempel
Nach wiederum einer kürzeren Nacht ging es für mich zum Chef, und noch eine Etage höher und auch schon einen Schritt in die Zukunft. Alles fein und gut, in Belgrad sein war ja bisher auch noch nie doof! Wie auch, bei den Leuten dort ;D
Abends um sieben war ich dann wieder in Valjevo, habe noch schnell den Unterricht vorbereitet, inzwischen sind es schon 10 Stunden, die ich die Lehrer unterrichtet habe (5 Wochen!) und dann noch eine Präsentation über Leipzig zusammengesucht, die ich dann heute morgen gehalten habe. Ganz schön geschäftig das alles (heute sind es übrigens genau 9 Wochen Serbien für mich), Freitag gehts zum -kulturweit- Zwischenseminar nach Sombor. Irgendwann zwischendrin muss ich aber noch mal schlafen...

Montag, 14. November 2011

Wochenende in Valjevo: Gradac

Dieses Wochenende bin ich in Valjevo geblieben. Die letzten Wochen hatten die Schüler die Aufgabe Mini- Aufsätze über Valjevo und seine Sehenswürdigkeiten zu schreiben: eine äußerst praktische Angelegenheit muss ich sagen! Ist nur weiterzuempfehlen!
Solang das Wetter draußennoch einigermaßen erträglich ist (gefühlte 5°C) entschloss ich mich also den von meinen Schülern so viel gelobten Fluss "Gradac" entlangzuwandern.
'Sauber' kommt auch auf den Betrachtungswinkel an. Das Wasser ist zwar klar, Müll findet man trotzdem überall.
 Wer det juujelt (brandbrg: googelt), sollte 'river' mit dazuschreiben, denn es gibt noch eine Gemeinde (oder sowas) in Kroatien mit den Namen und die Bilder von dort könnten die Erwartugen zu hoch stellen.
Am Gradac gibt es eine alte Mühle, ein Staubecken-in dem im Sommer alle Schwimmen gehen.

Hier kann man also schwimmen. Solche Pavilions in denen man einen Kaffe oder auch was anderes schlürfen kann, hab ich immer wieder gesehen.
Laut meinen Schülern ist der Gradac der sauberste Fluss Serbiens und an dritter Stelle bei den saubersten Flüssen Europas. Zitat aus einem der Miniaufsätze: "Gradac ist ein Gebirsfluss und der schönste Fluss der Welt, deshalb besichtigt er die Ausländer."

Wikipedia zeigt sogar "Wasserfälle", die ich allerdings nicht gefunden habe. Es könnte aber auch daran liegen, dass der Wasserstand hier sehr unterschiedlich sein kann. Es gibt auch zwei Wege entlang des Gradac, einen asphaltierten und einen Trampelpfad. In meinem jugendlichen Tatendrang bin ich natürlich den Trampelpfad gegangen bis er sich an einem Zelt mitten in der Pampa verlor...

links der 'Weg'
der asphaltierte Weg wäre vermutlich noch weiter in die Berge hineingegangen, naja. Schön wars trotzdem:
In wäldlicheren Gegenden

Noch in Valjevo

Der Felsen im Vordergrund mach den Geographieunterricht mal wieder wunderbar greifbar

Noch in Valjevo- da sieht man wie viel Wasser da sonst so langschippert

Joa, mehr war nich. ;)

Freitag, 11. November 2011

Biete

Als ich gestern im Sonnenschein an Valjevos größerem Fluss entlangging hatte ich mit einem Mal Begleitung:



Ich hatte also den Straßenhundekindergarten von Valjevo entdeckt... Der kleine dunkelbraune vom Anfang mit den Schlappohren kam mir auch noch nach einer Weile hinterher und legte mir dann irgendeinen stark abgenagten Tierknochen vor die Füße. Und der größere Rotbraune war auch total niedlich!
Will nicht zufällig irgenjemand einen Hund?

Montag, 7. November 2011

Vier Tage Herbstferien: Auf nach Zagreb!

Damit die Schüler das Leben auch mal leicht nehmen können waren ab Donnerstag letzter Woche ganze vier Tage Herbstferien. Damit hatte auch ich zwei Tage mehr zu meiner freien Verfügung. Ich weiß inzwischen, dass mein ursrünglicher Plan, alle Nachbarländer Serbiens zu berreisen etwas zu hoch gegriffen ist. Trotzdem sollte man ja nie aufhören sein Ziel zu erreichen. Gesagt, getan: Mit dem Plus an Zeit beschloss ein weiter entferntes Ziel in Angriff zu nehmen: Zagreb. Welch glücklicher Zufall, dass dort auch zwei kulturweit Freiwillige leben, die mir Unterschlupf gewährten...
Ausblick vom Balkon der beiden. Der Balkanherbst bleibt echt schön!
Nach acht stunden Busfahrt und einer Stunde an der kroatischen Grenze war ich da: in der Geburtsstadt der Krawatte, des Füllfederhalters und des Lebkuchens (aber da bin ich mir nicht so sicher). Der Abend endete in einem sehr gelungenen Kochexperiment. Einbrenne ist gar nicht soooo schwer, wie andere immer tun. (Bevor wieder bestimmte Personen fragen: Spinattagiatelle mit Käsesahnesauce). Der nächste Tag lief auch ganz entspannt an, dann gings die Stadt belunzen. Die Kathedrale der Stadt muss wohl immer einen der beiden Türme verhüllt haben, ganz ohne gibts die nicht.
Zagreb ist eine sehr schöne Stat mit liebevoll und sehr gut restaurierten alten Gebäuden. Die Straßen der Innenstadt sind aus Kopfsteinpflaster, es gibt viele Cafés und Restaurants. Im Vergleichzu Belgrad hat man hier eindeutig das Gefühl im Westen zu sein. Alle großen Konzerne sind vertreten, schwedische Klamottenläden, Deutsche Schienenbeförderung- einfach alles. In Belgrad gibts wenigstens nur alle Banken, die man sonstwo auch findet...






Das Bild erinnert mcih ein bisschen an Erfurt...




Ich LIEBE diese orangene Nachtbeleuchtung wirklich ungemein!

Ein Eindruck von unserem Ausflug ins Zagreber Nachtleben

Wenn ich schon einmal die Grenze in den Westen überschritten habe, kann man das auch noch weiter tun. Im Kopf hatte ich das Ostseegefühl mit Schuhen in der Hand, Füßen im Wasser und Wind und Sand in den Haaren. Von Zagreb mit dem Bus am günstigsten zu erreichen ist Rijeka.
Früh um vier standen wir auf und kamen in den Genuss der zweiten Busart mit der man reisen kann: Minibus. Hier passen maximal acht Personen rein, er ist wesentlich günstiger und die Fahrer fahren.. naja, sprechen wir nicht davon. Wir fuhren auf jeden fall hin und zurück für den Preis, den wir mit den großen Bussen in einer Richtung bezahlt hätten.
Wir sind 550 Stufen hochgeraxelt...

...um auf diese Burg zu kommen...

... und diesen Ausblick zu genießen. Der schönste Meer-Moment, den wir an dem Tag hatten!



Noch ein kleiner Eindruck von der Stadt...

Rijeka kann seine quasi- Nachbarschaft zu Italien nicht verleugnen. An Berghänge gebaut ist die Stadt so mediterran, wie ich noch keine hier gesehen habe. Bekannt ist die Stadt als Zentrum des Karnevals in Kroatien. Strand oder Küste gibt in Rijeka dafür leider so gut wie gar nicht. Die ganze Küstenzeile wird von einem Industriehafen genutzt. Wir haben wirklich versucht etwas wie Ufer zu finden, aber Fehlanzeige. Gemütlich essen gehen hat sich in Rijeka auch als schwierig herausgestellt. Für 10€ pro Nase hätten wir was Essen können oder uns in eins der Caffé/ Bars- Dinger setzten können (davon gibts irre viele).
Inzwischen komme ich auch wirklich mit den Währungen durcheinander. In Kroatien zahlt man mit Kunar (1€=7,5kn). Ich sprach zwischenzeitllich von Dinar, aber auch Kronar. Bosnische Mark hatte ich auch noch im Portemonnaie- mal sehen was noch dazukommt.
Sonntag bin ich dann um neun in den Bus gehüpft und war um sechs wieder in Valjevo. Ich habe an dem Wochenende insgesamt 22Stunden im Bus verbracht. Dafür, dass ich Busse nicht leiden kann, verbinge ich im Ausland immer ziemlich viel Zeit in den Teilen. Dafür werden die Stempel in meinem Reisepass immer mehr :)
Eine kleine Besonderheit hat sich auf der Heimfahrt noch ereignet: Ich habe schon davon gehört, dass im Herbst in Serbien viele Stoppelfelder angezündet werden um den Boden Fruchtbar zu halten. Wenn man nachts mit dem Bus an sowas vorbeifährt sieht das allerdings schon sehr beeindruckend aus. Leider kann man das aus einem fahrenden Bus schlecht fotografieren, aber so ungefähr sah's aus:
Beste Grüße an die Welt da draußen!



Mittwoch, 2. November 2011

Zum aller ersten Mal...

... veröffentliche ich einen Artikel. Gerade eben habe ich ihn entdeckt.
Ein Artikel über den Kosovo als Krisengebiert und die Meinung serbischer Jugendlicher dazu. Alles auf dem Blog der Jugendzeitung der Bunderegierung SCHEKKER.
Den Artikel findet ihr hier.

Montag, 31. Oktober 2011

Spaziergang durch Valjevo

Um mal einen Einblick in die Stadt zu ermöglichen, in der ich die meisten Werktage verbringe, habe ich hier mal ein paar der schönsten Fortos, die aus meiner Sicht typisch für Valjevo sind zusammengesucht. Die Bilder sollen meine Sicht auf die Stadt zeigen, irgendwie...

Ein Teil der Wohnsiedlung, in der ca. 5000 Menschen leben, keine 5min von meiner Wohnung entfernt.



An der Hauptstraße Richtung Belgrad entlang passiert man fast die gesamte Siedlung
 Wenn ich zu dem Maklerbüro laufe, die mir meine Wohnung vermieten muss ich etwas in die Hügel hineingehen, von denen Valjevo aus fast jeder Richtung umgeben ist:




nicht Uluru, aber auch irgendwie schick.




 Das Licht ist hier, besonders in den Abendstunden, immer besonders schön:




Der allabendliche Blick aus meinem Fenster

Unterwegs in der Stadt: mein täglicher Arbeitsweg

Ich nenne es: das Jugendforum. Scheint eine Art Treffpunkt zu sein ;)


Streunende Hunde gibt es hier überall

Die Sensation: das kürzlich eröffnete New Yorker in einem Gebäude, was mich akut an die Stadthalle in Cottbus erinnert

Die Hügel im Umland sind immer irgendwie zu sehen.

Das 'Kulturzentrum' wo Veranstaltungen stattfinden im schönsten 'Brutalismus'

Die Kirche  befindet sich noch im Bau. Sakralbauten dieses Stils sind überall hier in der Gegend zu finden.

In meiner Mittagspause gehe ich oft in die Altstadt, die gerne auch für Filmdrehs genutzt wird. Sie wirkt in der Tat ein bisschen wie ein historisches Filmset.






oder ich gehe an den Fluss. Als ich ankam, konnte ich mit einem Schritt darübersetzen, langsam kann man den Fluss aber auchals ernstzunehmendes Gewässer betrachten:
Der Zugang zum Flussufer im Stadtzentrum









Die Straße, in der ich wohne. Hier laufe ich  mindestens 2 mal pro Tag lang...


Es gibt hier sog. 'chinesische Läden' mit allerlei Kuststoff Krimskams. Hätte ich einen Telefonanschluss, wöllte ich eines von denen haben!

Serbiens Herbst kann ganz ähnlich dem 'Indian Summer' in den USA sein. Man darf also noch hoffen


Wer 3km von der Arbeit entfernt wohnt kommt mit dem Auto. Fahrrad gefahren wird wenig. Bus ebenso (zumindest in Valjevo, in Belgrad ist es wie  in alles großen Städten).

Fleisch wird hier meist direkt vom Fleischer geholt. Das ist meine Stammhühnerei. Man beachte das blinkende Huhn.

so viel zum serbischen Herbst...


Gesetze sind .. Richtlinien. Vor allem im Straßenverkehr. Das an den Bäumen sind Todesanzeigen, mit denen öffentliche Plätze regelrecht 'plakatiert' werden.

Die meisten Regenrinnen, die ich hier sehe ergießen sich direkt auf den Gehweg. Ich freue mich auf die Zeit mit Bodenfrost...

Ich laufe u.a. jeden Tag an einer Konditorei vorbei. Solche Torten gibts da schon dür ca. 8€.




 Mit der Mitfreiwilligen aus Belgrad bin ich auch schonmal richtig auf einen der Hügel geklettert. Hier ist, welcher Anblick sich uns bot:





Hier kann  man wohl sehr schön heiraten,wie uns von den Gastwirten empfohlen wurde



Und zum Schluss nochmal meine Wirkungsstätte: Das im Barockstil errichtete Valjevska gimnazija: