Montag, 19. Dezember 2011

Kulturwochenende in Belgrad

Genau ein viertel Jahr bin ich jetzt in Serbien... (das lassen wir erstmal wirken)








Aber für dieses Jahr bin ich fertig hier. Das vergangene Wochenende war das letzte für mich 2011 in Serbien und wie es nun mal so ist, war ich in Belgrad. Die Mitbewohner der Mitfreiwilligen hatten irgendwie Karten für das Balkan Brass Battle in Belgrad (s. Video) organisiert und wir haben davon profitiert.
Veranstaltungsort war das Sava Center in Neu- Belgrad, ein kommunistisch anmutendes Konferenz-/ Konzertgebäude von extrem weitläufigen Ausmaßen.
Die Häuser in der oberen Bildhälfte gehören zu Neu- Belgrad.

Ich fühlte mich wie in einem umfunktionierten und spielautomatfreien Hotel in Las Vegas. Das Konzert war sehr zu unserer Überraschung zum sitzen. Unsere Plätze waren zu Beginn auch in der vorletzten Reihe im ersten Rang mit der Beinfreiheit von genau einer meiner Oberschenkelknochenlängen. Es blieben allerdings so viele Plätze frei, dass wir uns kurz bevor es losging rotzfrech genau in die Mitte der ersten Reihe des ersten Ranges setzten (mein Lieblingsplatz).
Ich hab es ja sonst nicht so mit Blechbläsern, aber das war toll! Endlich mal richtige Balkanmusik, so wie ich sie mir vorgestellt habe. Eine rumänische Band (im Video die Herren in rot auf der linken Seite) gegen ein Vater-Sohn-Orchester aus Serbien (weiß auf der rechten Seite), wer am Ende per Klatschometer zu Sieger gefkürt wurde, brauch ich ja nicht zu erwähnen.
Es hielt die Leute auch überhaupt nicht in ihren flauschigen Sitzen und viele standen während des Konzertes auf unf fingen an zu tanzen. Ich habe insgesamt fast 20 Minuten mitgefilmt und versucht die nettesten Passagen zusammenzuschneiden. Wobei ich bemerken muss, dass die Montage ein Graus ist, weil auf dem Arbeitsrechner getätigt. Ich entschuldige mich vielmals!

Samstag war dann ausschlafen dran und tierisch dekadent frühstücken. 
Frühstück gegen 14.30 Uhr

Vollgefressen bis zum Anschlag folgte auch keine weitere Mahlzeit an diesem Tag, abends ging es wieder nach Neu- Belgrad in einem der überdimensionalen Shoppingcenter ins Kino. Denn Parada, die serbische Komödie um die Gay Pride in Belgard 2009 lief ENDLICH mit englischen Untertiteln. Ich kann den Film auch wirklich nur empfehlen. Wir waren uns zwar nicht so klar, warum die Serben den alle schauen, aber in unseren Augen war es nicht nur ein Film über Homosexuelle sondern auch über die serbische Mentalität... Riesengroßer Spaß auf jeden Fall, auch wenn die Frauen in dem Film (bis auf eine) etwas kurz gekommen sind und das Ganze natürlich extrem überzeichnet ist (übrigens bei all' dem Rumgeknutsche sonst in den Medien KEIN homosexueller Kuss...).
Sonntag verlief ähnlich wie Samstag, nur traf ich mich auf einen letzten Kaffee mit meiner (Ex) Chefin. Danach hab ich mir noch einen Moment genommen, das mit einem Mal weihnachtlich hergerichtete Belgrad zu genießen und dann war es auch schon vorbei.
Das weihnachtliche Belgrad...
Heute habe ich noch schnell alle Rechnungen bezahlt, am Abend steht die Slava an. Und dann ist es auch nicht mehr lang!

Und noch was in der Kategorie: ENTDECKT! (aus dem Kamerdisplay sah es scharf aus...)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

"EU fuck you?"

Mir wurde ja berichtet, dass in Zagreb Wahlplakate mit diesem Slogan in den Straßenbahnen zu sehen sind...
Wenn man heute in die Zeitungen schaut, ist Serbien leicht zu finden. Balkan Insight berichtet von der Abhängigkeit der EU-Anwärterschaft für Serbien von der Anerkennung des Kosovo als eigenständigen Staat, in der Zeit wird von einem Infragestellen der EU-Kandidatur Serbiens geschrieben, in der SZ und der FAZ habe ich bisher noch nichts endeckt.
In den Kommentaren unter dem Zeit-Artikel wird darüber diskutiert, ob Tadic eine Drohung ausgesprochen hat. Oder will Serbien vielleicht sogar das 'kriminelle Kosovo' in die EU einschleusen? Ist der Kosovo dermaßen in illegale Machenschaften verstrickt, dass er unter einem Rechtsstaatssystem gar nicht mehr existieren könnte und deswegen die Unabhängigkeit will?
Ist ganz spannend zu lesen!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Und wer ist jetzt eigentlich diese Sofia?

Eigentlich wollte ich ja noch dieses Jahr nach Sarajevo. Während des Zwischenseminars berichteten die Freiwilligen aus Bulgarien aber, dass ihnen die serbische Hauptstadt im Vergleich zu der Bulgarischen wie der absolute Westen vorkäme- da ward ich neugierig.
Gesagt, getan- Freitagabend per Schlafplatz im Balkanexpress ging es von abends um neun bis morgens um acht in Richtung Sofia. Blöd nur, dass das Bahnpersonal in Bulgarien seit nunmehr über 15 Tagen täglich von 8 bis 16 Uhr streikt... und uns das keiner vorher gesagt hat. Wir landeten also irgendwo in der nordbulgarischen Pampa.
Die bulgarische Pampa...

Der Schaffner zeigte uns noch die Bushaltestelle wo auch gerade vor unseren kalten Nasen (es lag Schnee) der letzte Bus für unbestimmte Zeit fuhr. Wir gingen erstmal Geld holen. Paranoid wie wir sind, fühlten wir uns auch direkt von dem, wie es aussah, älteren Ehepaar verfolgt, die uns hinterher kamen. Doch "dumm hat Schwein" oder wie auch immer man es nennen möchte, wollten sie wissen, ob wir mit ihnen in einem Taxi nach Sofia fahren würden. 
"Kommt auf den Preis an." war unsere eloquente Antwort.
"Oh nein, das bezahle ich schon, also mein Chef."
"Na dann..."
Aber erst wollten die Herrschaften noch einen Kaffee trinken. In dem Miniladen unweit des Bahnhofs wurde dann auch gleich für uns mit Espresso bestellt, meine von da an sehr aufgedrehte Mitfreiwillige musste meinen mittrinken. Der Verkäufer erklärte unsere Suche nach einem Taxi auch gleich zu Chefsache und fing an diverse Telefonate zu führen und musste dann auch noch mit der Begleiterin unseres Taxifinanciés diskutieren (er bulgarisch, sie russisch: äußerst amüsant wie sie sich semiverstanden) weil er kein Geld für den Kaffee haben wollte.
Einmal ins Taxi gequetscht erfuhren wir, dass unser Gönner ein niederländischer Justitzpastor ist. Das bedeutet er besucht von berufswegen niederländische Gefangene in Osteuropa. Und das schon seit neun Jahren. Seine Begleiterin kam aus der Ukraine und die beiden reisen wohl schon seit Ewigkeiten zusammen. Da der nette Herr so zu sagen Staatsangestellter war, prägte er beim Abschied dann auch noch das Zitat dieser unserer Sofia- Reise: 
"Diese Fahrt hat die Beatrix bezahlt" (In meinem Kopf tauchte ungefragtermaßen ein winkender Hape Kerkeling auf...)

In Sofia angekommen, schrien uns einige Bauten regelrecht mit ihrer kommunitischen Herkunft an: groß, eckig, grau und inzwischen ein wenig angegammelt. Die Stadt selbst, bzw. ihr Zentrum ist wirklich sehr nett. Im Gegenteil zu Belgrad gibt es viele kleine eher alternative Läden, die Küche ist nicht ganz so fleischlastig und die Preise noch etwas niedriger.
Wir nächtigten im "Art Hostel" Sofia. Absolutes Südneuvorstadt- Gefühl (empfehlenswert!)! 
Unser Zimmer...

Das Gemeinschaftszimmer auf unserer Etage

 Ein Mini-Club im Keller (eine gefühle Mischung als dem Ilses Erika und der Galerie Fango), wo wir auch einen typisch bulgarischen Willkommensschnaps erhalten sollten (Anis und Pfefferminz...). 
Einer der Kellerräume mit an der Decke hängendem Tisch. Hier gab es auch Frühstück (nachdem wir den schlafenden Angestellten um 10.00 Uhr morgens geweckt haben)


Eines der Kellerfenster im Arthostel: sowas möchte ich auch haben, wenn ich groß bin!

Danach bekamen wir einen phänomenalen Einblick in die Stadt von einer der dort wohnhaften Freiwilligen. Kirchen, Märkte, die Moschee, der deutsche Weihnachtsmarkt und Unmengen Weinhnachtsdekoration.
Der Vitosha- Boulevard, die zentrale Straße

Oben rechts in der Ecke: der Vitosha.
Der deutsche Weihnachtsmarkt...


Wir taten uns auch mehrfach an der bulgarischen Küche gütlich, für besonders Neugierige hier die Auflistung der Speisen: mit Speck umwickelte, gegrillte Hüherschaschlicks; Spinatauflauf mit Reis und darüber gegebenem Ei; mit Reis und gefüllten Weinblättern gefülltes Hühnerfilet an blauem Käse; kalte Gurken- Joghurt-Suppe; gegrilltes Gemüse; im Ofen gebackener Kürbis mit Honig übergossen und mit geraspelten Walnüssen überstreut; und Glühwein mit Rakija (damit es auch nach dem ersten Becher schon dreht...).
Nach diesem großartigen Wochenende in Sofia ging es wiederum mit dem Nachtzug zurück. Zu aller erst einmal verbrachten wir gut 1,5 Stunden an der serbsichen Grenze, wo allein unser Abteil komplett auseinandergenommen wurde von den Herren des Zolls. Sogar die Deckenlampe haben sie abgeschraubt und krochen dann in das so entstandene Loch. Nach dem, was wir verstanden, hat wohl jemand versucht Käse zu schmuggeln. Ob das aber wirklich Sinn macht, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall wurden vor, während und nach der Anwesendheit der Zöllner eine ganze Menge Behälter hin und her geschleppt. In dem ohnehin extrem widerlichen Klo (Flüssigkeitslache auf dem Boden) schwang dann auch irgendeine Abdeckung unheilvoll an der Decke hin und her und drohte jeden Eintretenden außer Gefecht zu setzen.
Über den Rest der Fahrt kann ich nur sagen, dass ich bis einschließlich 2.00 Uhr morgens gezittert habe, ab 2.30 Uhr hatte ich ob der aufsteigenden Hitze Atemnot. Gegen 6.00 Uhr, nur ca. 2 stunden zu spät, kamen wir dann  in Belgrad an.

Montagabend war dann noch die offizielle Verabschiedung des Guten Geistes aller Paschmenschen in Serbien, Kosovo und Montenegro. Ich trat nach deren Wunsch zusammen mit der Abordnung aus Valjevo auf und fuhr dann auch mit ihnen, nach ca. 2,5 Stunden Programm und einer Menge Umarmungen zurück. Ein Bus: vier Lehrerinnen, fünf Schülerinnen, der Direktor und ich. Es war eine wirklich amüsante Busfahrt, sehr heiter und locker, ganz abseits des sonst so hektischen und nüchternen Schulalltags.
Doch da das letzte "Zdravo" noch nicht gesprochen ist, gehts nächstes Wochenende zum letzten Mal für dieses Jahr auf einen letzten Kaffee mit allen lieb gewonnenen Menschen nach Belgrad. Montag dann noch eine Slava und dann bin ich auch bald wäg!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Öffentliche Ausmerksamkeit

Man merkt, dass ich wieder in Valjevo bin: die Posts häufen sich...
Ich saß gerade nichtsahnend und ein wenig angematscht in meinem Büro, als es klopft und eine junge blonde Frau in lila Mantel gefolgt von einer Schülerin eintritt. An sich noch nichts besonderes. Die junge Frau spricht leider kein Englisch und so hat meine (arme) 15jährige Schülerin direkt ihren ersten Job als Übersetzerin (und punktet auch gleich durch deutsche Einwürfe).
Nach dem Interview für die 'Blic' (soll wohl so etwas wie die Bild sein) werde ich in den darauf folgenden 20 Minuten für die 'Bravda' (~Gerechtigeit) interviewt (aus dieser Überraschung heraus entsteht auch der Eintrag). Auf meinem Schreibtsich liegt das Interview, was ich der Schülerzeitung vor einigen Wochen gab in doppelter Ausführung, auf Deutsch und Serbisch. Ich werde mir wohl eine Galerie anlegen müssen...
Sonst ist alles gut, nach dem Montagstief hat sich hier alles wieder eingepegelt. Vorgestern gab es beste Kommunikationen und morgen gehts dann ja auch schon wieder in komplett neue Gefilde.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Huch!

Heut ist ja schon Nikolaus...
Ich sehe mich nur leider daran gehindert allerlei Blödsinn in die Schuhe meiner ganzen Lieblingsmenschen zu stopfen, deswegen sollten eben diejenigen sich jetzt besser mal vier kleine Minütchen Zeit nehmen, in der Helden- und Läuseecke das kleine Abspielsymbol betätigen und einfach mal zuhören!
Ich konnte mich des Kitschs nicht ganz erwehren aber schön ist das Lied allemal!
...

Montag, 5. Dezember 2011

Kulturschock!?

Vorgestern war ich noch in Belgrad... und der Umschwung kündigte sich da schon an. Nicht nur, dass das Wetter binnen Stunden von Minusgraden auf mehr als 10°C gewechselt hat, auch sind so ziemlich alle Freiwilligen wieder zurück in ihrem Arbeitsalltag. Geblieben ist der Draht zueinander, vorerst.
Vorgestern war ich noch absolut glücklich in Serbien zu sein, spielte mit Gedanken über Verlängerungen und all das ganze Zeugs. Jetzt sitze ich seit fast neun Stunden in meinem Büro in Valjevo. Ich habe kaum jemanden gesehen, zum zweiten Treffen der Projektgruppen (die mit dem Film) ist für die erste Gruppe niemand erschienen, für die zweite Gruppe waren es ganze zwei. Auf meine Nachrichten und Aufgaben hat natürlich keiner reagiert, warum auch? Dann wurde mir noch ein 'Journalist' vor die Nase gesetzt und ich sollte ein Interview geben. Die Kinder wurden befragt (braucht man dazu nicht die Einwilligung der Eltern?). Der Internetstick droht auch schon wieder wegen Schulden abgeschaltet zu werden , das elterliche Internet ist genauso eine Doofsau und krank bin ich auch immernoch.
Fühlt es sich immer so an, wenn man aus dem Urlaub wieder zurück auf Arbeit kommt? Oder war das mal wieder ein Sprung zwischen den Welten? Jetzt im Moment will ich eigentlich lieber woanders sein: In Rostock, woher mich heute ein Brief erreichte und mir den Tag versüsste, in San Francisco, in Ingolstadt, in Leipzig (Nachtrag: von wo aus ich natürlich auch nach Chemnitz und Dresden fahren würde!) , in Erfurt, in Regensburg, in Wellington, Shanghai oder sonst wo...
Ich gehe mal lieber meinen Unterricht vorbereiten...

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Halbzeit...

Nach ca. neun Wochen in seinem neuen Reservat muss der kulturweit- Freiwillige sein Nest verlassen und sich mit Artgenossen im näheren Umkreis treffen um sich auszutauschen. Sein Wille und seine Motivation sind hier im Vergleich zum Vorbereitungsseminar wesentlich gestiegen!
Uns verschlug es nach Sombor, eine Stadt ganz oben im Norden Serbiens und es kamen alle Freiwilligen vom Balkan und aus Rumänien und so. 22 Freiwillige mit Erfahrungen aus zweieinhalb Monaten Auslandsaufenthalt, waren eine echt spannende Mischung. Um nicht all zu lang zu werden, fasse ich die Highlights zusammen:
Die beiden Trainer waren, um das gleich mal klarzustellen- sehr, sehr cool. Da kann man ja einfach nicht anders als vom 100sten ins 1000ste zu kommen und dabei auch noch einige Impulse mitzunehmen. Planungsmäßig kamen wir am Freitagnachmittag an, Spielchen, Dampf ablassen- keiner versteht einen so gut, wie die, die gerade (fast) das Gleiche erleben, oder eben auch nicht... Das Hotel war übrigens der absolute Hammer! Ein bisschen wie eine Mischung aus dem Café Louvre in Prag und dem Staatstheater Cottbus, finde ich...

Der erste Abend fiel gemütlich aus, da eine große Gruppe der Teilnehmer gerade von einem Wochentripp aus Istanbul kamen und die Anreise von dort kann schon mal länger als einen Tag dauern.. Trotzdem wurde mit Wein und Gin-Tonic philosophiert, geprollt und angegeben- ganz großes Kino also ;)
Tag Zwei endete in einer gaaaaaaanz tollen Bar und  dann in einer landestypischen Disko. Die Musik war jetzt gar nicht so mein Geschmack, zwischenzeitlich wurde auch ein von den Sicherheitsleuten geschulterter junger Mann mit Schramme am kahlen Kopf an uns vorbeigetragen. Erst als ich mich nach einer weiteren vorbeiströmenden Gruppe zu meinen Begleitern umsah, stellte ich fest, dass sie wohl irgendwie eine Menge (fremden) Blutes abbekommen haben mussten. Ein linker Arm und ein Rücken in überraschendem rot. Nagut. Als die Polizei kam sind wir dann auch zurück, auch wenn die beiden noch mit zwei anderen weiterfeiern wollten...
Sonntagabend sollte dann eigentlich ein Kurzworkshop über Fotografie stattfinden. Der Vorschlag mittels der Örtlichkeit einige Portraitaufnahmen zu machen löste dann aber irgendwie eine regelrechte Welle aus. Überall wurde geschminkt, Kleidung rausgesucht und mittels drei Schreibtischlampen irgendwie versucht günstige Beleuchtung zu arrangieren. Der Fotograf war der Trainer, der eben nebenher schon etwas als Lichtmaler arbeitet. Es war sauspannend und lustig. Ich saß auch kurz vor der Linse, mal sehen was dabei rauskommt...
Sonntag dann wieder die Bar vorher, nur macht hier unter der Woche alles gegen Mitternacht und am Wochenende gegen 2 zu. Unwillig heimzugehen ging es noch in eine inoffizielle Bar. Die Musik war auch gleich eine andere (Rammstein und so...) und die Diskussionen entstiegen in sphärische Gegenden...
Apropos, der Nebel hier bleibt dicht und omnipräsent

Montag flogen wir nach Novi Sad aus, aber das war ja schon bekannt. 
Neuentdeckung in Novi Sad: Das Wurst Haus mit leicht bekanntem Zeichen

Dienstag war der ganze Zauber dann leider schon wieder vorbei, ABER: über die Hälfte nutzte die Gelegenheit sich noch Belgrad anzuschauen. Von Dienstag zu Mittwoch wurde in einen 19. Geburtstag reingefeiert. Lass uns sagen, dass es lustig war... und um die Dekadenz, deren Grundstein mit dem Hotel in Sombor gesetzt wurde, fortzuführen, gab es gestern erst einen Besuch im Tesla- Museum und dann Kaffee im ältesten Hotel Belgrads: dem Hotel Moskau (übrigens überhaupt nicht so teuer!) und am Abend wurde der Geburtstag im Little Bay ausgeklungen.

Eintrag im Gästebuch des Tesla- Museums


Hotel Moskau

Das Little Bay
Ich wollte ja eigentlich bis Sonntag in Belgrad bleiben, finde mich nun aber in meiner Stammübernachtung mit einer ordentlichen Erkältung. Schön ist, dass ich hier so willkommen bin, dass ich auch locker hier den ganzen Tag in der Wohnung allein sein dürfte/ könnte usw... Ganz so schlimm ist es ja dann auch nicht und frische Luft bei netten -5°C soll ja auch gut tun...
Ganz nebenbei ist es Dezember geworden, der kulturweit Weihnachtskalender wurde veröffentlicht, von Freiwilligen für Freiwillige so zu sagen. Unschöne Nachrichten erreichen uns auch so langsam: Die Freiwilligen aus Ägypten konnten nach ihrem Zwischenseminar in Istanbul nicht zurück und hängen nun ein bisschen in der Luft, nur mit dem nötigsten bepackt und einige haben in den Einsatzländern oder -stellen echt große Probleme. Dann ist auch noch die halbe Familie daheim in Deutschland krank und/ oder kämpft sich von Tag zu Tag. An Euch meine Herzen: haltet durch und fühlt Euch ganz fest gedrückt, das Leben ist schön, auch wenn es sich manchmal ganz schön dumm anstellen kann!
Und in 19 Tagen werfe ich mich schon ins Flugzeug. Bis dahin gehts aber nochmal nach Sofia, Bulgarien, zu einer Slava und zu einem Abschiedsfest. Ein bisschen was zu schreiben finde ich also noch...