Vorgestern war ich noch in Belgrad... und der Umschwung kündigte sich da schon an. Nicht nur, dass das Wetter binnen Stunden von Minusgraden auf mehr als 10°C gewechselt hat, auch sind so ziemlich alle Freiwilligen wieder zurück in ihrem Arbeitsalltag. Geblieben ist der Draht zueinander, vorerst.
Vorgestern war ich noch absolut glücklich in Serbien zu sein, spielte mit Gedanken über Verlängerungen und all das ganze Zeugs. Jetzt sitze ich seit fast neun Stunden in meinem Büro in Valjevo. Ich habe kaum jemanden gesehen, zum zweiten Treffen der Projektgruppen (die mit dem Film) ist für die erste Gruppe niemand erschienen, für die zweite Gruppe waren es ganze zwei. Auf meine Nachrichten und Aufgaben hat natürlich keiner reagiert, warum auch? Dann wurde mir noch ein 'Journalist' vor die Nase gesetzt und ich sollte ein Interview geben. Die Kinder wurden befragt (braucht man dazu nicht die Einwilligung der Eltern?). Der Internetstick droht auch schon wieder wegen Schulden abgeschaltet zu werden , das elterliche Internet ist genauso eine Doofsau und krank bin ich auch immernoch.
Fühlt es sich immer so an, wenn man aus dem Urlaub wieder zurück auf Arbeit kommt? Oder war das mal wieder ein Sprung zwischen den Welten? Jetzt im Moment will ich eigentlich lieber woanders sein: In Rostock, woher mich heute ein Brief erreichte und mir den Tag versüsste, in San Francisco, in Ingolstadt, in Leipzig (Nachtrag: von wo aus ich natürlich auch nach Chemnitz und Dresden fahren würde!) , in Erfurt, in Regensburg, in Wellington, Shanghai oder sonst wo...
Ich gehe mal lieber meinen Unterricht vorbereiten...
du hast karl-marx-stadt vergessen. und dresden. du saue.
AntwortenLöschenHm, wahrscheinlich Kulturschockkurve und so ;) Oder einfach mal ein schlechter Tag - passiert hier genauso wie da.
AntwortenLöschenFühl dich gedrückt. Wie lang braucht denn die Post eigentlich so in die serbische Provinz?