Genau ein viertel Jahr bin ich jetzt in Serbien... (das lassen wir erstmal wirken)
Aber für dieses Jahr bin ich fertig hier. Das vergangene Wochenende war das letzte für mich 2011 in Serbien und wie es nun mal so ist, war ich in Belgrad. Die Mitbewohner der Mitfreiwilligen hatten irgendwie Karten für das Balkan Brass Battle in Belgrad (s. Video) organisiert und wir haben davon profitiert.
Veranstaltungsort war das Sava Center in Neu- Belgrad, ein kommunistisch anmutendes Konferenz-/ Konzertgebäude von extrem weitläufigen Ausmaßen.
| Die Häuser in der oberen Bildhälfte gehören zu Neu- Belgrad. |
Ich fühlte mich wie in einem umfunktionierten und spielautomatfreien Hotel in Las Vegas. Das Konzert war sehr zu unserer Überraschung zum sitzen. Unsere Plätze waren zu Beginn auch in der vorletzten Reihe im ersten Rang mit der Beinfreiheit von genau einer meiner Oberschenkelknochenlängen. Es blieben allerdings so viele Plätze frei, dass wir uns kurz bevor es losging rotzfrech genau in die Mitte der ersten Reihe des ersten Ranges setzten (mein Lieblingsplatz).
Ich hab es ja sonst nicht so mit Blechbläsern, aber das war toll! Endlich mal richtige Balkanmusik, so wie ich sie mir vorgestellt habe. Eine rumänische Band (im Video die Herren in rot auf der linken Seite) gegen ein Vater-Sohn-Orchester aus Serbien (weiß auf der rechten Seite), wer am Ende per Klatschometer zu Sieger gefkürt wurde, brauch ich ja nicht zu erwähnen.
Es hielt die Leute auch überhaupt nicht in ihren flauschigen Sitzen und viele standen während des Konzertes auf unf fingen an zu tanzen. Ich habe insgesamt fast 20 Minuten mitgefilmt und versucht die nettesten Passagen zusammenzuschneiden. Wobei ich bemerken muss, dass die Montage ein Graus ist, weil auf dem Arbeitsrechner getätigt. Ich entschuldige mich vielmals!
Samstag war dann ausschlafen dran und tierisch dekadent frühstücken.
| Frühstück gegen 14.30 Uhr |
Vollgefressen bis zum Anschlag folgte auch keine weitere Mahlzeit an diesem Tag, abends ging es wieder nach Neu- Belgrad in einem der überdimensionalen Shoppingcenter ins Kino. Denn Parada, die serbische Komödie um die Gay Pride in Belgard 2009 lief ENDLICH mit englischen Untertiteln. Ich kann den Film auch wirklich nur empfehlen. Wir waren uns zwar nicht so klar, warum die Serben den alle schauen, aber in unseren Augen war es nicht nur ein Film über Homosexuelle sondern auch über die serbische Mentalität... Riesengroßer Spaß auf jeden Fall, auch wenn die Frauen in dem Film (bis auf eine) etwas kurz gekommen sind und das Ganze natürlich extrem überzeichnet ist (übrigens bei all' dem Rumgeknutsche sonst in den Medien KEIN homosexueller Kuss...).
Sonntag verlief ähnlich wie Samstag, nur traf ich mich auf einen letzten Kaffee mit meiner (Ex) Chefin. Danach hab ich mir noch einen Moment genommen, das mit einem Mal weihnachtlich hergerichtete Belgrad zu genießen und dann war es auch schon vorbei.
| Das weihnachtliche Belgrad... |
Heute habe ich noch schnell alle Rechnungen bezahlt, am Abend steht die Slava an. Und dann ist es auch nicht mehr lang!
Und noch was in der Kategorie: ENTDECKT! (aus dem Kamerdisplay sah es scharf aus...)
Spielautomatenfrei? Herrje, wie hast du dich dann nur beschäftigen können ???? ;-)
AntwortenLöschenBei diesem Familienfest, der Slava ... frage ich mich schon immer wer diesen Tag festlegt? Scheint ja in jeder Familie anders zu sein? Und nur einmal im Jahr, oder? Gefällt mir jedenfalls, müssen wir auch mal machen: einmal im Jahr mit Lotte, Lisa usw. ... das wäre eine schöne Tradition.