Samstag, 17. September 2011

Tag 5, 6, 7, 8, 9 und 10- das Fieber hat zugeschlagen! (15.09.2011)

Erst beschwert man sich über die Länge der langen zehn Tage Vorbereitungsseminar und blubb- sitzt man schon wieder im ICE nach Hause. Die vergangenen Tage im Einzelnen wiederzugeben wäre schierer Blödsinn, also hier die Höhepunkte:
Es gab einen Partnertag, an dem sich die Empfängerorganisationen vorstellten. Das Goethe Institut an sich und das Netzwerk der Pasch (Partnerschulen), der DAAD, die UNESCO und die anderen Kooperationspartner. Ergebnis der Präsentationen waren zufriedengestellte DAAD und UNESCO- Freiwillige und durch einen sechsstündigen Vortrag kreuz und quer über die 600 Unterseiten der Internetpräsenz verwirrte Freiwillige des Goethe- Instituts…
Samstagabend war Kulturabend. Nach voriger Anmeldung konnten alle Freiwilligen zeigen, was sie drauf haben. Es wurde geklampft, gesungen, getanzt, gerappt, gejodelt und Filme und Fotos gezeigt… Der Abend war wirklich toll, auch der Chorauftritt bzw. die Auftritte hatten Ihre Wirkung. Gleich am Anfang „Voir sur ton chemin“ (Die Kinder des Monsieur Matthieu) und als Überraschung am Ende haben wir das Publikum eingekreist und vierstimmig den Refrain von „Let the sunshine in“ gesungen. Gänsehaut bei den Interpreten eingeschlossen! (Memo an mich: erster Sopran ist auf die Dauer auch nicht so der Brüller)
Der Besuch im Auswärtigen Amt (AA) wurde mit viel Trallera angekündigt: UNBEDINGT die Hundemarken mitnehmen, AUF GAR KEINEN FALL den Perso vergessen, WENIG Gepäck, KEINE Flüssigkeiten mitnehmen… (Letzteres stellte sich übrigens als Fehlinformation heraus, wie wir zu unserem durstigen Leidwesen feststellen mussten). In das AA hineinzukommen, war dann aber trotzdem nicht so einfach, beschreibt sich aber am leichtesten mit dem check-in am Flughafen. Danach musste gewartet werden, dann gabs einen Werbefilm, dann einen unvorbereiteten und sehr Monotonen Vortrag über das AA, dann einen Vortrag über Lichtkunst (an sich sehr spannend, aber durch die Vorermüdung stark in der Wirkung beeinträchtigt.
Das Büffet hinterher war lecker, aber machte irgendwie den Eindruck nicht für knapp 200 Freiwillige gemacht worden zu sein: Es gab nur ca. 6 Bistrotische, einige der Speisen reichten auch nicht mal bis zum Ende... Das Gruppenfoto hinterher ließ die Auswirkungen der vergangenen Woche Starkbeeinflussung sehr deutlich werden. Einer ruft „k-u-l“ alle rufen „t-u-r“, wahlweise auch „kultur“ und „weit“. Selbige Aktionen dann beim Schütteldanceflashmob am Brandburger Tor und bei der Menschenpyramide vor dem Bundestag. Es war zwar irgendwie lustig- aber ich möchte nicht wissen, wie das auf Außenstehende gewirkt hat…Danach dann Berlin-Kreuzberg mit einem Cottbuser Lieblingsmenschen: ein Fluchtpunkt, Ruhe, Individualität und wieder ein Hauch Freiheit…
Der größte Höhepunkt war allerdings das soziale Leben. Am fünften Tag war es dann irgendwie auf einmal klar, in der Heimatzone hat sich eine Gruppe von fünf bis sechs jungen Damen zusammengefunden, die von da an jeden Abend miteinander verbracht haben. Die Nächte wurden länger, Bierhaltiger und immer pubertärer. Es hat sich zeitweise wirklich angefühlt wie Ferienlager in mit 13.
Die Sympathien konnten sich soweit entwickeln, dass wir sogar unser Tagungs-Kurzzeitprojekt richtig gut auf die Reihe bekommen haben. Das Schneiden des Filmchens hat dann nämlich doch wieder sehr viel Zeit erfordert, ich wurde allerdings mit unterhaltsamer Anwesenheit meiner Mitfreiwillligen, Schokolade und Bier versorgt und habe auf diese Weise nicht mal was verpasst! Und ganz nebenbei ist der Film auch noch richtig gut angekommen! Ich habe wirklich fest vor mit den Mädels und noch einigen anderen in Kontakt zu bleiben, so interessante Menschen trifft man wirklich nicht überall! Die Party gestern Abend war dann frei nach dem Motto: „Was soll der Geiz- jetzt ist eh alles egal!“ Demzufolge haben wir uns dann auch benommen… (alles im Rahmen natürlich ;)
Heute morgen gab es dann letzte Informationen, Verabschiedungen, einen letzten Massen-Energizer und jetzt geht’s einfach nach Hause. Vernünftiges Internet, Warme, trockene Zimmer und Betten, Abschiede, Packen und Einkäufe letzter Minute und in vier Tagen werfe ich mich dann in den Zug. Ich weiß immernoch nicht, wo ich in Valjevo wohnen werde, die ersten beiden Tage bleibe ich zu ersten Informationen in Belgrad…
Es bleibt auf jeden Fall spannend… oder wird jetzt erst richtig?

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