Mittwoch, 21. September 2011

36h Belgrad


Gestern gegen Morgen bin ich heil und fertig mit viel zu schweren Gepäck nach schlafloser Nacht in Belgrad angekommen. Ich wurde sogleich von meiner überaus netten und lockeren Mentorin abgeholt, mit super leckerem Frühstück versorgt und ins Hostel gepackt. So am Rande möchte ich würdigen, dass diese Frau ein Quell wertvoller Informationen ist, vor allem was Sachen betrifft, die nicht im Reiseführer stehen!
Nach einer Dusche und etwas Schlaf beschloss ich, mich absichtlich zu verlaufen um Stadt und Leute besser kennen zu lernen. Gesagt getan, eine meiner leichtesten Übungen! Ich habe auch tatsächlich einiges von dem Viertel in dem ich wohne (das alte jüdische, sehr schick, sehr hipp) gesehen. Wenn man dann aber doch gezielt irgendwo hin will, stellte es sich als überaus praktisch heraus die Schrift lesen zu können… Ich hatte zwar eine Karte, war aber nicht in der Lage irgendwelche Schriftzüge einander zuzuordnen. Aber immerhin konnte ich eine Menge Leute anquatschen und auf das Kreuz zeigen, wo ich hinwollte…
Heute morgen fand ich mich dann mit nur zwei mal Fragen zum Goethe Institut, wichtige, nützliche und spannende Menschen kennenlernen und Hände schütteln… Herauszuheben sind die Reaktionen der Menschen, wenn sie erfuhren, dass ich nach Valjevo gehen würde: „Valjevo, aha soll nett dort sein… [betretenes Schweigen] ich war ja noch nie da…“ Nach dem gemeinsamen und sehr leckeren Mittagessen noch zum Büro des DAAD und dann war wieder ein wenig Zeit die Stadt anzulunzen. Eine Sache, die man sich in Belgrad unbedingt ansehen muss, ist die Festungsanlage- und ich tat es gleich zweimal. Das erste mal in Begleitung einer meiner Mitfreiwilligen und das zweite mal im Dunkelmunkel mit viel Licht und so…




Nach den anderthalb Tagen kann ich noch nicht wirklich viel sagen, aber Belgrad ist echt nett. Ein bisschen wie Italien, was die Parkanlagen betrifft: viel Rasen, weniger Bäume. Die Innenstadt ist belebt und man trifft zu jeder Tages- und Nachtzeit ein breites Spektrum an Menschen. Allerdings sollte man sich gerade nach Sonnenuntergang an die Schmatzgeräusche in den Parks gewöhnen. Bisher musste ich mir aber auch noch nix schlimmeres als gegenseitiges-Gesicht-aufessen von Jugendlichen ansehen… alles im Rahmen also ;) Ich werde auf jeden Fall noch einige Male wieder her kommen!
Morgen geht’s mit dem Bus nach Valjevo u.a. zwei Wohnungen (Untermiete bei einem Ehepaar und allein) ansehen und die künfige Wirkungsstätte in Besitz nehmen. Vorher müssen die ganzen schweren Sachen noch in den Koffer, die Kraxe ist nämlich wie ein bisschen angerissen… Wie ich da jetzt noch Lust drauf hab! Ich kann es wirklich kaum erwarten, dass das Schleppen von derart viel Gepäck ein Ende nimmt!
Mehr später ;)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen