An den Eingängen zu den Häusern werden wir durch Wahl zweier miteinander verknoteter bunter Wollfäden in sogenannte ‚Homezones‘ eingeteilt, jeder bekommt ein Schlüsselbändchen mit Namen, Aufnahmeorganisation und Gastland, es wird mehrfach gesagt, dass die ‚Badges‘ unbedingt die ganze Zeit zu tragen sind… ein bisschen wie Hundemarken muten die Dinger schon an…
Danach gibt’s Begrüßungsworte, Anerkennung, Vorstellung der Organisatoren, Mitarbeiter, Leiter, Trainer und dann geht’s auch schon in die Heimatzonen. Organisatorisches, Informatives, Grundlegendes, eine theateraffine Trainerin mit dunkelbraunem Bob, sanfter Art, einer Menge Kreativität und Energie wird mich und noch einige andere durch die 10 vollgestopften Tage leiten. Abendessen, ein sehr interessanter Vortrag über nachhaltige Bildung, wer will kann sich noch einen Film ansehen. Die Mücken überall und das daheim gelassene Mückenspray nerven…
Die Leute hier sind teilweise wirklich interessant, viele Bachelor- Absolventen (Lehrämter, Psychologen, Pädagogen und so Zeugs), ein- oder zwei Masterabsolventen (Deutsch als Fremdsprache und interkulturelle Studien für Südamerika), vielleicht findet sich auch irgendwo noch ein Diplomant. Noch viel interessanter sind die Ziele der verschiedenen Menschen: Russland, Indonesien, Mexiko, Chile, Argentinien, Mongolei, Bosnien- alles, was man sich vorstellen kann. Bis jetzt noch kaum einer, dessen Ziel ich nicht auch gerne mal mindestens besuchen würde.
Störend sind die ganzen Anglizismen, die einem hier um die Ohren fliegen („Alrightie“?, „Great!“. mein pers. Liebling: NICE SCHEIßE!), ich kann es gar nicht mehr alles aufzählen. Morgen geht es dann richtig los- man darf gespannt blieben.
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