Sonntag, 30. Oktober 2011

Kulturwochenende

Die Woche war irgendwie anstrengend... Nichtsdestowenigertrotz stand der 10. Belgrader Kabarettabend an und wir hatten Karten ergattert. Also ging es Freitag direkt nach der Arbeit zum Busbahnhof, in einen eher reudigen Bus und nach Belgrad.
Am Treffpunkt Pferd, dem Standartreffpunkt an der Reiterstatue auf dem Platz der Republik, kam die Mitfreiwillige samt Besuch aus LE auch direkt an und wir sahen uns das Programm "Bis jetzt!" des österreichischen Kabarettisten Alfred Dorfer an. Der Abend war sehr unterhaltsam, politisch inkorrekt (!) und auch nicht zu viel. Die Struktur war ein wenig seltsam, aber bei einer geschenkten Karte kann man da schon mal drüber hinwegsehen...
Danach wurde der Besuchsgeburtstag noch im Little Bay ausgefeiert. Just als wir nach ausführlichen Gesprächen die Betten in Beschlag nehmen wollten, tauchten auch noch die wundervollen Mitbewohnerinnen auf. Deren aktuelles Kunstprojekt, ein mechanischer Garten, wurde am Morgen dann nach ausführlichem Frühstück besichtigt.
Bilder von der Eröffnung des mechanischen Gartens. (Quelle: Facebook)

hinten links: Luftdruckblumen, vorn rechts: Speichengras

das mit den blauen Kugeln sit sowas wie Schilf, rechts ein Katktus

Das Projekt davor war eine Seifenblasenmaschine. Kunst zum Anfassen so zu sagen, allen zugänglich.. ein bisschen wie ein besonderes Spielzeug. Ich fands spitze!!!
Und wieder folgte auf das Zusammentreffen mit den beiden Mitbewohnerinnen eine spontane Erweiterung des Wochenendprogrammes: es ging noch auf die Buchmesse. Eine Messe ist eine Messe und gegen die in Leipzig kommt die hier zwar nicht ran, aber sie war fast genauso groß und nicht minder vielseitig. In Leipzig habe ich mich immer gefragt, wer bei diesen kleinen Verlagen rumsitzt und was die Leute da zum Geier machen!? Antwort: Wir, Vinjak (serb. Cognac) trinken, über Ulysses reden (die eine Mitbewohnerin hat es tatsächlich ausgelesen und fand es wunderschön) und von William Blakes Gedichten (u.a. The Tyger) schwärmen... Der einizige wirklich bemerkbare Unterschied zu Buchmessen, die ich bisher gesehen habe (mal abgesehen von Sprache und Schrift) ist, dass es weniger Werbegeschenke gibt. Die einzige Ausbeute meinerseits sind drei sehr schöne Buttons vom Stand des Goethe Instituts.
 
Dafür habe ich endlich wieder richtig Lust bekommen, ein schönes Buch zu lesen. Vielleicht nicht gleich Ulysses, aber der vierte Teil des Vermächtnis-Zikels kommt Anfang November in die Läden. Gute, alte Fantasy ist doch ein schöner Einstieg. Und bis dahin habe ich noch meinen Wilde-Wälzer.

Für mich ging es noch Samstag Abend zurück, heute ist frei. Ausschlafen, putzen, Wäsche waschen, rumwuseln und mal alles egal sein lassen! Vielleicht noch den ein oder anderen im Skype belästigen ;) Priatno!

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